Digitale Flächensicherung
Für einen Projektentwickler von Hybridparks haben wir eine Fachanwendung entwickelt, die Katasterdaten, Eigentümerinformationen und Vertragsstände zusammenführt. So sieht das Team pro Projekt, wo die Flächensicherung steht und wo als Nächstes gehandelt werden muss.
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- 35+ Flächenprüfungen
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- Sicherungsstand und offene Flächen je Projekt im Blick
Wir haben aus verteilten Kataster-, Eigentümer- und Vertragsdaten eine Fachanwendung gebaut, die den aktuellen Sicherungsstand eines Projekts nachvollziehbar berechnet und zentral transparent macht. Statt individueller Auswertungen arbeitet der Fachbereich damit auf einer gemeinsamen Grundlage.
Für einen Hybridpark müssen die benötigten Flächen rechtzeitig gesichert werden. Dabei geht es nicht nur darum, ob ein Flurstück grundsätzlich verfügbar ist: Eigentümer, Vertragsstände und unterschiedliche Sicherungsarten müssen zusammenpassen.
Diese Informationen lagen zuvor an verschiedenen Stellen. Katasterdaten kamen aus GIS-Dateien, Eigentümerinformationen aus Tabellen und der aktuelle Stand einzelner Gespräche aus dem Arbeitsalltag der zuständigen Personen.
Für eine belastbare Auswertung mussten die Daten immer wieder zusammengeführt werden. Das kostete Zeit und machte Vergleiche schwierig. Hinzu kam ein fachliches Problem: Wer nur die Anzahl gesicherter Flurstücke betrachtet, kann zu einem völlig anderen Ergebnis kommen als bei einer Betrachtung der tatsächlich gesicherten Fläche.
Für die Projektentwicklung war deshalb nicht nur interessant, wie viele Flurstücke bereits bearbeitet waren. Entscheidend war: Wo steht das Projekt wirklich - und auf welche offenen Flächen sollte sich das Team als Nächstes konzentrieren?
Wer für jede Statusfrage erst mehrere Datenquellen zusammenführen muss, verliert Zeit und Vergleichbarkeit.
Viele Einzelfälle, ein wiederkehrender Prozess
Vorher musste der Sicherungsstand für eine Auswertung aus mehreren Quellen zusammengesetzt werden. Heute berechnet ihn die Anwendung nach denselben fachlichen Regeln und stellt die relevanten Informationen gemeinsam dar.
35+
Flächenprüfungen laufen aktiv - mit eigenen Poolgebieten, Eigentümern und Vertragsständen.
17+ Geodaten-Ebenen
Poolflächen, Kabeltrassen, Fundamente, Zuwegungen und weitere Ebenen müssen je Projekt zusammen betrachtet werden.
1 Arbeitsansicht
Flurstücke, Eigentümer und Sicherungsstatus lassen sich gemeinsam auf der Karte prüfen.
Was wir gebaut haben
Die Anwendung verbindet fachlich saubere Sicherungsvorgänge, eine reproduzierbare Flächenberechnung und eine Kartenansicht, mit der sich der Status eines Projekts direkt prüfen lässt.
Ein Flurstück ist nicht einfach „gesichert“
In der Praxis kann ein Flurstück mehreren Personen gehören und je nach Nutzung unterschiedliche Sicherungen benötigen. Ein einfaches Häkchen pro Flurstück hätte diese Realität nicht abgebildet.
Deshalb betrachtet die Anwendung die Kombination aus Flurstück, Eigentümer und Sicherungsart. Erst daraus entsteht der Status, der später in Auswertungen und auf der Karte angezeigt wird. Offene Fälle bleiben dabei sichtbar, statt in einem positiven Gesamtstatus zu verschwinden.
Der Sicherungsstand wird aus den Daten berechnet
In welchem Sicherungsstand die Fläche eines Poolgebiets steht, wird direkt aus den Kataster- und Projektdaten ermittelt. Auch Flurstücke, die nur teilweise in ein Poolgebiet hineinragen, werden anteilig berücksichtigt.
Damit hängt die Auswertung nicht mehr davon ab, wer sie erstellt oder welche Datei gerade verwendet wird. Gleiche Daten und gleiche Regeln führen zum gleichen Ergebnis.
Die Karte zeigt, wo noch Arbeit offen ist
Die Karte ist nicht nur eine Visualisierung von Grundstücksgrenzen. Sie zeigt den fachlichen Stand der Flächensicherung.
Flurstücke werden entsprechend ihres Status dargestellt. Ein Klick führt zu den zugehörigen Eigentümern und Sicherungsvorgängen. So lässt sich direkt erkennen, an welchen Stellen ein Projekt bereits weit ist und wo noch Klärungsbedarf besteht.
„Als Vertragsmanager muss ich jederzeit an die Bereichsleiter und Geschäftsführer reporten können, wie weit ein Projekt gesichert ist. Mit dem Flächensicherungsmodul habe ich diesen Stand gesammelt an einer Stelle, statt ihn jedes Mal aus Mails und Einzeltabellen zusammenzusuchen. Ich sehe sofort, welche Vorgänge offen sind und mein gesamter Fachbereich arbeitet mit den gleichen, korrekten Zahlen.“
Unsere Vorgehensweise
Discovery: Fachlichkeit klären → Regeln und Datenmodell entwickeln → Change Management: Neuen Prozess für den Arbeitsalltag modellieren → Delivery
Unser durchgehendes Prinzip: Wir automatisieren nicht einfach einen bestehenden Workflow. Zuerst klären wir, welche Entscheidung die Software zuverlässig unterstützen muss.
Fläche, Flurstücke oder Vorgänge - welcher Fortschritt zählt?
„Wie weit ist die Flächensicherung?“ klingt zunächst nach einer einfachen Kennzahl. In der Praxis hängt die Antwort davon ab, ob man Fläche, Flurstücke oder einzelne Sicherungsvorgänge betrachtet.
Statt vorschnell einen einzigen Fortschrittswert festzulegen, haben wir gemeinsam mit der Fachseite geklärt, welche Perspektiven für die tägliche Arbeit relevant sind. Die Anwendung zeigt deshalb mehrere Sichtweisen nebeneinander.
Das macht die Oberfläche etwas erklärungsbedürftiger - verhindert aber, dass eine einfache Kennzahl eine falsche Sicherheit erzeugt.
Unklare Daten sichtbar machen
Geodaten kommen nicht immer in einem Zustand an, in dem eine Software eindeutig entscheiden kann. Ein Projekt kann beispielsweise mehrere Versionen eines Poolgebiets enthalten. Welche davon fachlich gilt, lässt sich nicht zuverlässig aus technischen Merkmalen ableiten.
Solche Fälle haben wir sichtbar gemacht und mit den zuständigen Fachleuten geklärt, statt eine vermeintlich clevere Heuristik einzubauen.
Das ist ein Muster, das wir auch in anderen Fachsoftware-Projekten anwenden: Automatisieren, wo die Regel klar ist. Nachfragen, wo Fachwissen entscheidet.
Wir haben die Fachregeln vor der Oberfläche modelliert
Die Karte war der sichtbare Teil des Projekts, aber nicht der Ausgangspunkt. Zuerst mussten Begriffe und Regeln sauber feststehen: Was genau ist ein Sicherungsvorgang? Wann gilt ein Flurstück als gesichert? Wie gehen wir mit mehreren Eigentümern um? Welche Fläche zählt zu welchem Projekt?
Erst danach wurde daraus eine Oberfläche.
Das kostet zu Beginn mehr Denkarbeit als direkt mit Screens und Formularen zu starten. Dafür bildet die Software anschließend den tatsächlichen Prozess ab - und nicht nur die Struktur der Tabellen, die vorher verwendet wurden.
Anwendung
Kotlin
Spring Boot
Preact
Geodaten
PostgreSQL
OpenLayers
Betrieb
AWS
Flyway

