Vertrags- und Fristenmanagement für Nutzungsverträge
Für einen Projektentwickler von Hybridparks haben wir eine Fachanwendung entwickelt, die Nutzungsverträge, Zahlungen und Pflichten zentral abbildet. Sie berechnet Fristen aus den Vertragsregeln und zeigt sie projektübergreifend an. Vorher lagen sie in lokalen Excel-Dateien und einzelnen Kalendern.
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- Aktuell im Launch
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- 1 Product Owner, 2 Backend-DEVs, 1 Frontend-DEV
- Klein & cross-funktional
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- ROLLE
- Konzeption & Produktentwicklung
- Datenmodell, Fachlogik und Anwendung
- ROLLOUT
- Erst Pilotierung, dann schrittweiser Rollout
- Freigegebene Vertragsarten: Pool, Kabel, externe Zuwegung, AuE-Maßnahmen
- OUTCOME
- Projektübergreifende Fristen
- Anstehende Zahlungen und Pflichten aus allen Verträgen an einer zentralen Stelle
Aus verteilten Vertragslisten und Kalendern wurde eine gemeinsame Fristenübersicht für Nutzungsverträge. Die Verträge werden erstmals digital erfasst. Die Anwendung bildet ihre Regeln ab, berechnet daraus Termine und zeigt anstehende Zahlungen und Pflichten projektübergreifend.
Ein Hybridpark basiert auf vielen einzelnen Nutzungsverträgen, etwa für Grundstücke, Zuwegungen, Kabeltrassen oder weitere Flächennutzungen. Jeder Vertrag bringt eigene Zahlungen und Pflichten mit, oft mit individuellen Fälligkeiten.
Diese Informationen lagen bei der EEF in lokalen Excel-Dateien, die Fristen standen zusätzlich in Kalendern. Die Übersicht war damit über viele Dateien und Personen verteilt. Übergaben waren aufwendig. Die einfache Frage „Was steht als Nächstes an?“ ließ sich projektübergreifend nur mit viel Handarbeit beantworten.
Hinzu kommt: Viele Fälligkeiten haben kein festes Datum. Sie hängen an Ereignissen im Projekt, zum Beispiel an Baubeginn oder Inbetriebnahme. Es reichte deshalb nicht, die Verträge zentral zu erfassen. Ihre Regeln mussten so abgebildet sein, dass daraus verlässlich konkrete Termine entstehen.
Fristen, die in einzelnen Dateien und Kalendern liegen, sind weder projektübergreifend sichtbar noch sauber übergebbar.
Was die Anwendung möglich macht
Die Anwendung führt Verträge und Fristen in einem gemeinsamen System zusammen. Sie berechnet Termine nach einheitlichen Regeln und zeigt sie über alle Projekte hinweg.
Zentrale Zahlungen & Pflichten
Jeder Vertrag enthält eigene Entgelte und Informationspflichten, jeweils mit eigener Fälligkeit. Sie sind jetzt zentral in der Anwendung abrufbar.
Projektübergreifend
Anstehende Zahlungen und Pflichten lassen sich gemeinsam einsehen, filtern und nach Zuständigkeit eingrenzen.
Über 20 Auslöser
Viele Termine haben kein festes Datum. Sie hängen an Ereignissen wie Inbetriebnahme oder Baubeginn.
Eine Fachanwendung für Nutzungsverträge und Fristen
Die Verträge werden erstmals digital erfasst, das ist die Grundlage. Darauf baut die Web-Anwendung auf. Sie verbindet ein präzises Vertragsmodell, eine regelbasierte Fristenberechnung und eine projektübergreifende Übersicht.
Nutzungsverträge werden erstmals digital erfasst
Die Nutzungsverträge werden in der Anwendung strukturiert erfasst. Erst dadurch liegen ihre Regelungen so vor, dass sich Fristen daraus ableiten lassen. Niemand muss sie mehr von Hand in Tabellen und Kalendern nachhalten.
Aus Vertragspflichten werden konkrete Termine
Nutzungsverträge enthalten viele Regelungen zu Nutzung, Bau, Vergütung und Informationspflichten. Für die tägliche Arbeit zählen die Punkte, aus denen eine konkrete Handlung entsteht: Eine Zahlung wird fällig, eine Anzeige muss rechtzeitig versendet werden, die Frist zur Verlängerung des Vertrags läuft ab.
Die Anwendung erfasst diese Punkte einzeln: Entgelte, Informationspflichten und Verlängerungsoptionsfristen, jeweils mit eigener Fälligkeit. So werden die relevanten Fristen aus dem Vertragstext zu konkreten Terminen im System, die sich nachverfolgen lassen.
Die Anwendung berechnet Fristen aus Regeln
Die Anwendung beschreibt eine Fälligkeit als Regel. Sie besteht aus einem Auslöser (festes Datum oder Projekt-Ereignis), einem Versatz (zum Beispiel „vier Wochen vorher“), einer Frequenz für wiederkehrende Zahlungen und einer Endbedingung.
Aus diesen Angaben berechnet die Anwendung die konkreten Termine. Gleiche Vertragsdaten und gleiche Regeln führen damit zum gleichen Ergebnis, zusätzliche manuelle Terminpflege entfällt.
Alle Fristen laufen projektübergreifend zusammen
Die Anwendung bündelt anstehende Zahlungen und Pflichten aus allen Projekten in einer gemeinsamen Übersicht. Jede Frist ist mit Projekt und zuständigem Team verknüpft. Die Übersicht lässt sich filtern und auf Wunsch auf die eigenen Aufgaben eingrenzen. Anstehende Termine exportiert die Anwendung außerdem als Kalenderdatei.
Nachträge ändern nur die offenen Fristen
Nachträge bleiben mit dem ursprünglichen Vertrag verknüpft und können dessen Regeln ergänzen oder ändern. Wird ein Nachtrag angelegt oder bearbeitet, berechnet die Anwendung die betroffenen offenen Fristen neu. Bereits erledigte oder entfallene Termine bleiben unverändert. So kann die Fristenübersicht den aktuellen Vertragsstand abbilden, ohne abgeschlossene Historie umzuschreiben.
„Vertrags- und Fristenmanagement über viele parallel laufende Projekte hinweg stellt hohe Anforderungen an unsere Prozesse: Standardsoftware und Tabellen können diese nur bedingt unterstützen. Mit mustwork erleben wir, wie eine Fachanwendung entsteht, die wirklich auf uns zugeschnitten ist. Wir fühlen uns fachlich verstanden.“
Unser Vorgehen: erst die Fachlogik, dann die Oberfläche
Vertragsregeln modellieren → Fristen berechnen → projektübergreifend nutzbar machen
Durchgehendes Prinzip: Die Anwendung soll Fristen aus den Regeln des Vertrags ableiten. Sie nur zu speichern, hätte nicht gereicht. Deshalb stand zuerst die Fachlogik fest und erst danach die Oberfläche.
Erst die Regeln, dann die Screens
Bevor es um Masken und Listen ging, mussten die fachlichen Begriffe eindeutig sein: Was ist ein Entgelt, was eine Informationspflicht? Wodurch wird eine Fälligkeit ausgelöst, und wie verändert sie sich über die Zeit?
Aus Auslöser, Versatz, Frequenz und Endbedingung entstand zuerst ein belastbares Datenmodell. Die Oberfläche bildet dieses Modell ab.
Fristen berechnen statt doppelt pflegen
Einfacher wäre es gewesen, jede Frist manuell einzutragen. Wir haben uns dagegen entschieden und leiten die Termine direkt aus den Vertragsregeln ab. Das erhöht die Anforderungen an die Modellierung, reduziert aber doppelte Pflege: Ändert sich eine relevante Vertragsregel, kann die Anwendung die davon abhängigen offenen Termine neu berechnen.
Die Terminlogik gegen ganze Fehlerklassen testen
Die Fristenberechnung ist ein zentraler Teil der Anwendung. Einzelne Beispiele reichen uns als Test deshalb nicht aus: Wir prüfen sie zusätzlich mit automatisch erzeugten Vertragsvarianten in großer Zahl.
So fallen Inkonsistenzen auf, die in einigen wenigen Beispieltests leicht unentdeckt blieben. Das wäre etwa der Fall, wenn zwei Teile des Systems dieselbe Fälligkeit unterschiedlich berechnen würden.
Ein Vertragsmodell, das schrittweise wachsen kann
Neue Vertragsarten lassen sich über Konfiguration ergänzen. Eine eigene technische Sonderlösung je Variante braucht es dafür nicht. Welche Felder, Entgelte und Regeln eine Vertragsart mitbringt, steckt im Modell.
Zum Start werden bewusst nur die bereits abgenommenen Bereiche freigegeben: Pool, Kabel, externe Zuwegung und AuE-Maßnahmen. Weitere Varianten können schrittweise folgen.
Anwendung
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